BEWUSST LEBEN

«Ich hatte einen grossartigen Traum in etwas Bedrückendes verwandelt und wusste nicht, wie ich den Spass, die Freude, die mich immer ausgezeichnet hatten, wiederfinden konnte»

Schon oft wurde ich gefragt, was sich in mir nach meinem Unfall an der Ski-WM 2017 verändert hätte und was anders sei, seit ich verheiratet bin.

Zweifellos bin ich eine andere Person. Ich bin gewachsen gegenüber der, die ich vorher war, habe mich verschiedentlich verändert und lebe mein Leben mit neuen Augen.

Ich habe das Glück, dass ich in einer Familie aufgewachsen bin, die viel mitein ander teilt. Wir haben zahlreiche Momente zusammen verbracht, in den Ferien, zu Hause, an den Wochenenden. Meine Eltern haben uns in dem Gefühl erzogen, vereint zu sein und geliebt zu werden. Und sie haben uns die Kraft vermittelt, die einem nur eine Familie und die Menschen, die einen lieben, geben können.

Die Suche nach dem Lächeln

Als Kind trug ich den Spitznamen Sunshine, weil ich oft lächelte. Ich glaube nicht, dass ich immer glücklich war. Ich glaube vielmehr, dass ein Lächeln auf den Lippen meine Art war, das Leben und seine Hindernisse zu meistern.

Dieses Lächeln habe ich auch in verschiedenen Szenen von «Look- ing for Sunshine» gesucht – dem Dokumentarfilm, der mein Leben nach meinem Gewinn des Gesamtweltcups 2016 und der Knieverletzung erzählt.

Source : Si Sport

Photos credits : Christoph Köstlin/Si Sport